„Du kannst alles erreichen, wenn du es wirklich willst und ganz fest daran glaubst.“ Dieser Satz begleitet Finn schon seit seinen ersten Pfeilen beim Bogenschießen. Und diesmal wurde aus einem lange gehegten Wunsch Wirklichkeit.
Finn wollte unbedingt einmal den Bogenparcours der Bathildisheimer Bogenschützen erleben. Das Problem: Der Parcours ist eigentlich nicht für Rollstuhlfahrer geeignet. Doch davon ließ Finn sich nicht so leicht abbringen.
Ursprünglich war deshalb nur ein Besuch auf dem Einschießplatz geplant. Dort hätte Finn auf verschiedene 3D-Ziele schießen können. Doch wer Finn kennt, weiß: Wenn er sich etwas vorgenommen hat, gibt er nicht so schnell auf.
Gemeinsam mit Herrn Müller ging es deshalb doch ein Stück hinein in den Parcours. Fünf Stationen hatten die beiden ausgesucht, die mit dem Rollstuhl noch am besten zu erreichen waren. Und dort warteten einige Herausforderungen auf Finn: Bär, Wildschwein, Fasan, Luchs, Wolf und Hirsch kamen ihm vor den Bogen.
Und wie lief es? Finn findet: ziemlich gut. Die Bilder sprechen auf jeden Fall für sich.
Doch nicht nur das Bogenschießen selbst wurde zum Abenteuer. Die Wege im Parcours werden regelmäßig gepflegt und sind für die Bogenschützinnen und Bogenschützen gut zu bewältigen. Mit dem Rollstuhl sah das ganz anders aus. Besonders der Rückweg über einen alten Ziehweg hatte es in sich. Brombeeren, Totholz und unebener Untergrund machten den Weg für Finn und Herrn Müller ziemlich holprig und beschwerlich.
Als beide schließlich wieder am Bus ankamen, überwog aber vor allem eines: die Freude über einen besonderen Nachmittag. Finn hatte nicht nur seinen Wunsch verwirklicht, sondern auch gezeigt, was möglich werden kann, wenn man hartnäckig bleibt und gemeinsam nach einem Weg sucht.
Und eines stand am Ende ziemlich schnell fest: Das war ganz bestimmt nicht Finns letzter Besuch auf dem Bogenparcours.





